Rundumhund       

 

 

Hier dreht es sich um Themen, die keiner speziellen Rubrik zuzuordnen sind  - also alles "rund um Hund".

 

Viel Spaß wünscht euch eure Claudia !   

Die aktuellen Kurse finden Sie unter Aktuelle Kursangebote

 

Bei Interesse an Kursen zu ZOS, Longieren, Reizangel - Training, Dummytraining und / oder "Suchspiele für unterwegs" bitte kurze E - Mail schreiben.

 

Sollten mindestens 3 Teilnehmer zusammen kommen, werde ich entsprechende Terminplanung vornehmen.

Ansonsten besteht die Möglichkeit auch einzelne Stunden zu entsprechenden Themen zu buchen.

 

Schauen Sie unter  Trainingsangebote sowie  Preise !!!

Gassi - Service inklusive Hundeerziehung

Sie kommen in Sachen Hundeerziehung einfach nicht weiter, obwohl Sie bereits Zeit und Geld investiert haben?

Sie wollen mit Ihrem Hund nicht länger im Schatten stehen und sich verstecken müssen, weil die Kommunikation zwischen Ihnen nicht stimmt?

Oder haben Sie für die Erziehung Ihres Vierbeiners zu wenig Zeit eingeplant?

 

Gerne übernehme ich diese anspruchsvolle Arbeit für Sie, indem ich Sie direkt vor Ort besuche, Ihren Hund dort trainiere wo Sie Probleme haben, um Sie anschließend in die Erziehung Ihres Hundes integrieren zu können.

 

Ich arbeite ausschließlich über positive Verstärkung und trainiere keinen Kadavergehorsam, sondern für den ganz normalen Alltag mit Ihrem Hund.

Schauen Sie unter der Rubrik Gassi + Erziehung und kontaktieren Sie mich bei Interesse.

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Über die Grenzen in der Hundeerziehung

Sicher werden bei der Bezeichnung des Titels einige "Hundefachleute" schmunzeln.

Tatsächlich gibt es Menschen, die das Gegenteil behaupten und vielleicht haben sie sogar ein bisschen recht, insofern sie mit Hilfsmittel arbeiten, die Tierschutzrelevant sind.

 

Ich persönlich habe andere Erfahrungen gemacht und es ist noch garnicht so lange her, als mir mein eigener Hund nach über sieben Jahren die Grenze gezeigt hat.

Was habe ich mich mit meinem Stöberhund abgemüht, seine instinktiven Jagdgelüste  im Rahmen des möglichen und gesetzlich erlaubten zu halten.

Zwei Jahre hat es gedauert, bis sich Erek auf Pfiff in Distanz und bei vorbei laufendem Wild hingesetzt hat.

 

Doch vor ein paar Tagen habe ich nicht gut aufgepasst und mein Hund sprang ein paar Enten in einem kleinen See nach.

Plötzlich war es, als habe er seinen Schalter umgelegt. Er reagierte weder auf Pfeifen, noch auf mein Rufen. So schwamm er eine dreiviertel Stunde quer durch den See und ich war verzweifelt von A nach B gejoggt, aus Angst, ihn aus dem Auge zu verlieren oder das er seine Kräfte überschätzt und in seinem Adrenalinwahn nicht merkt, wie er allmählich ertrinkt.

Meine Emotionen waren in diesem Augenblick auf 180 und ich war mehr als wütend....., weil ICH versagt hatte.

Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert und alles ist nochmal gut ausgegangen.

 

Aber im Nachhinein habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen, wie ich solch ein Problem hätte lösen können.

Mir fällt nichts ein, außer besser aufzupassen.

Er war im Wasser - für mich nicht greifbar. Ich hätte ihn also auch nicht strafen können und rückwirkend wär es sinnlos gewesen, weil ich nicht Punktgenau strafen konnte. Selbst wenn hätte die Strafe so stark sein müssen, dass sie nachhaltig wirkt und das entscheidet letztendlich der Hund, wie er was empfindet.

 

Beispiele wie dieses gibt es ausreichend und ich bin zu der ehrlichen Auffassung gekommen, dass Hundeerziehung durchaus seine Grenzen hat.

 

Natürlich kann man mit gezieltem Training und Management einiges erreichen und bewirken, bei den einem Hund mehr, bei dem anderen weniger.

 

Einen leidenschaftlichen Jagdhund z. B. Langeweile vorzuwerfen b.z.w.  mit dieser Aussage die Kompetenz des Halters in Frage zu stellen, zeugt aus meiner Sicht von Arroganz und Unwissen.

 

Selbstverständlich jagt nicht jeder Hund aus Leidenschaft - bei derartigen Hundetypen kann man tatsächlich viel durch Training und Übung erreichen.

Man sollte durchaus differenzieren und ehrlich sein, wenn es Hunde mit bestimmten Problemen gibt, die vielleicht nur im Ansatz ins Gegenteil zu verkehren sind.

Sei es ein Hund, der jagen geht, weil er Jahrelang dafür gezüchtet wurde oder in einem anderen Land selbstständig um sein Leben kämpfen musste oder ein Hund, der einfach keine Lust auf Artgenossen hat und gerne in Ruhe gelassen werden möchte, sein Mensch es vielleicht nicht begreifen kann und dieser Hund deshalb anderweitig reagieren muss oder, oder, oder....

 

Erst kürzlich war ich bei einer sehr netten Familie zu Besuch, die sich wahnsinnig toll um ihren Vierbeiner bemüht haben und auch weiterhin bemühen wollen. Sie haben ein riesengroßes Problem mit ihrem Hund, welches wahrscheinlich niemals komplett therapierbar sein wird.

Aufgeben wollen sie nicht, aber sie gestehen sich ein, dass sie sich mit dem Problem arrangieren müssen.

Ich konnte ihnen bei zumindest diesen einem Problem leider auch nicht weiterhelfen, aber ich ziehe den Hut vor ihnen, weil sie die Flinte nicht ins Korn werfen - wohlwissend, dass ihr Hund in einem Bereich anders tickt, als z.B. Nachbarshund b.z.w. Hunde allgemein.

 

Was ich damit sagen will: wenn ein Fehlverhalten unüberwindbar scheint, dann erinnere ich mich einfach an die positiven Dinge, die mir mein Hund täglich beschert und ich erinnere mich daran, dass ich es mit keiner Maschine zu tun habe, die einfach neu eingestellt oder repariert werden kann.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich mit Gewalt oftmals das Gegenteil erreiche - was für mich persönlich sowieso nicht in Frage kommt!

 

Übrigens provozieren wir Hundehalter nicht selten auch selbst Probleme in der Erziehung unserer Hunde.

Ein Beispiel dazu: ich habe einen Hund, der sehr gerne mit Artgenossen tobt und spielt und aus diesem Grund lass ich meinen Hund bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu anderen Hunden -  ob mit oder ohne Leine.

Nicht selten steht nach einigen Monaten genau aus diesem Grund ein Besuch in der Hundeschule an, weil der Halter seinen Hund bei Hundebegegnungen kaum noch bändigen kann.

Einerseits ist es natürlich schön einen freundlichen Vierbeiner zu haben, der andere Hunde gerne mag. Andererseits laufe ich Gefahr, dass meine Fellnase bei Sichtung seiner Artgenossen meinen Rückruf ignoriert und wahllos zu jedem Hund stürmt, was durchaus auch unfreundlich enden kann.

Auch das zählt zu einer Grenze in der Hundeerziehung. In diesem Fall sollte ich eine Entscheidung treffen oder mit entsprechendem Training dosiert managen.

 

Mein persönliches Fazit lautet deshalb, dass vieles machbar ist, aber eben nicht absolut alles.

Glaubt mir - auch mit kleinen Fehlern und Makel lässt es sich ganz gut leben und es lohnt sich, all die anderen, positiven Eigenschaften unserer Hunde zu bewerten, als ständig auf den kleinen Macken rumzureiten.

Nobody ist perfect !!!

 

 

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Sind unsere Erwartungshaltungen an unsere Hunde wirklich noch realistisch?

 

Gestern habe ich mir ein Video einer anderen Trainerin angeschaut, welches mir aus der Seele gesprochen hat.
Vor geraumer Zeit hatte ich das Thema bereits angesprochen. Es geht um die Erwartungen an unsere Hunde....

 

Wenn ein Hundefreund meine Hundeschule besucht, sind meine ersten, an ihn gerichteten Worte immer die Gleichen:
" In 1. Linie ist ihr Hund ein Tier, genau genommen ein Raubtier. Dann folgt der Hund, die Rasse und zum Schluss der individuelle Max, Bello etc."

 

 

Oft bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich verstanden wurde. Erst recht nicht, wenn mit Worten "der Hund wird als kinderlieb beschrieben" argumentiert wird.
In diesem Satz allein steckt schon soviel Erwartung an den Hund, dass mir um ihn bange wird, sollte er sich doch anders entwickeln...., wenn er z.B. Kinder als stressig empfindet.

 

 

Gehen wir mal ein paar Dinge durch, was wir so alles von unserem Vierbeiner erwarten.

 

Von einem Jahrelang selektierten Jagdhund wird in Nichtjägerhände erwartet, dass er nicht jagen geht und daran wird bis zur Erschöpfung trainiert. 


Von einem triebstarken Hund, dessen Aufgabe ursprünglich im Beschützen lag, wird erwartet, dass er sich unauffällig verhält und zu allen und jedem freundlich ist.


Der kleine Jack Russell wurde als unerschrockener Hund gezüchtet, der sich durchzusetzen weiß. Heute sehen wir sie hauptsächlich in Familien älterer Menschen, meistens völlig unter-/überfordert und durchgeknallt.

 

 

Weiter geht es mit den Erwartungen, dass unser Hund vernünftig an der Leine läuft, sich mit jedem Artgenossen zu verstehen hat, bei Außenreizen sofort zurück zu uns kommt u.s.w.

 

Ja, ich setze noch einen obendrauf: mein Hund geht nach viel Training relativ gut an lockerer Leine und das zu 90 % unseres Spaziergangs. Aber dann hat er die Spur einer gut riechenden Hündin in die Nase bekommen und beginnt hier und da mal zu schnüffeln.
Prompt sehen wir das als Fehlverhalten an und es wird weiter trainiert, solange bis der Hund nur noch Augen für mich hat, seinen Blick nicht mehr von mir abwendet
(überspitzt ausgedrückt).


Oder mein Hund hat gelernt mit etwas Abstand an Artgenossen ohne Murren vorbei zu laufen.
Aber das reicht dem ehrgeizigen HH nicht. Der Abstand an passierende, fremde Hunde muss unbedingt minimiert werden. Erst dann fühlen wir uns gut ...

 

Über solche Dinge kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln.
Am Liebsten sind mir die HH, die sich einen Hund wünschen, der ihnen jeden Wunsch von den Augen ablesen kann.....

 

 

Natürlich leben wir in einer Welt mit Gesetzen und Vorschriften und haben die Verantwortung für unser Tier.
Natürlich sind unsere Hunde anpassungsfähig und trainierbar.
Natürlich will jeder einen alltagstauglichen Hund.

 

 

Aber ganz ehrlich: übertreiben wir nicht manchmal ein bisschen und zwar auf Kosten unserer Tiere....

 

 

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Seminare und Kurse können zzgl. Fahrgeld auch vor Ort b.z.w. von Vereinen und / oder anderen Organisationen nach Absprache zu günstigen Konditionen gebucht werden.  

Ich bitte dringend um rechtzeitige Anmeldung !!! 

 

 

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